{"id":168,"date":"2017-08-13T13:12:33","date_gmt":"2017-08-13T11:12:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vornheder.de\/?p=168"},"modified":"2023-05-17T20:03:14","modified_gmt":"2023-05-17T18:03:14","slug":"arbeitskunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vornheder.de\/?p=168","title":{"rendered":"Arbeitskunde"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Was ist Arbeit?<\/span><\/h2>\n<p>Das Wort Arbeit ist gemeingermanischen Ursprungs (*arb\u0113ji\u00f0iz, got. arbai\u00fes);<\/p>\n<p>Im Alt- und Mittelhochdeutschen \u00fcberwiegt die Wortbedeutung \u201eM\u00fchsal\u201c, \u201eStrapaze\u201c, \u201eNot\u201c; redensartlich noch heute M\u00fche und Arbeit<\/p>\n<p>Das italienische lavoro und englische labour (amerikanisch labor) gehen auf das lateinische labor zur\u00fcck, das ebenfalls prim\u00e4r \u201eM\u00fche\u201c bedeutet.<!--more--><\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Antike<\/span><\/h3>\n<p>Philosophen wie Platon und Aristoteles w\u00fcrdigten den Gro\u00dfteil der t\u00e4glichen Arbeit (Handwerker, Bauern, Kaufleute) herab.<br \/>\nInsbesondere k\u00f6rperliche Arbeit galt als Zeichen der Unfreiheit. Sklaven und Handwerker (b\u00e1nausoi) waren \u201eder Notwendigkeit untertan\u201c und konnten nur durch diese als \u201eunfrei\u201c verstandene Arbeit ihre Lebensbed\u00fcrfnisse befriedigen.<br \/>\nGeistige Arbeit blieb der schol\u00e9 (gespr. s|chol\u00e9) vorbehalten, was etwa \u201esch\u00f6pferische Mu\u00dfe\u201c beschrieb, wovon das deutsche Wort Schule her r\u00fchrt.<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Mittelalter<\/span><\/h3>\n<p>In Europa blieben \u2013 vor allem in der Landwirtschaft \u2013 Formen unfreier Arbeit von M\u00e4nnern und Frauen, auch Kindern und Alten, lange erhalten.<br \/>\nIm Deutschen Reich wurden deren letztes \u00dcberbleibsel erst durch die Novemberrevolution 1918 beseitigt.<br \/>\nNoch heute existieren in gro\u00dfen Teilen der Welt unterschiedliche Erscheinungsformen unfreier Arbeit, von der Arbeitspflicht bis hin zur Arbeitsversklavung und Zwangsarbeit.<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Arbeit heute<\/span><\/h3>\n<p>Nach wie vor wird \u201eErwerbsarbeit\u201c nicht mit \u201eArbeit\u201c \u00fcberhaupt gleichgesetzt. Wo \u201eArbeit\u201c auch heute noch nicht \u201eWare\u201c ist, sind zwei wesentliche Aspekte hervorzuheben:<br \/>\nDie nach wie vor in sehr vielen Gesellschaften dominante Subsistenzarbeit ist weiterhin die Arbeit, die der Mensch verrichtet, um seinen Lebensunterhalt zu produzieren und so sein \u00dcberleben zu sichern.<br \/>\nAls Selbstproduktion gibt sch\u00f6pferische Arbeit \u2013 auff\u00e4llig in den K\u00fcnsten \u2013 in allen Gesellschaften Menschen die M\u00f6glichkeit, sich selbst zu entfalten und sich in ihr wiederzuerkennen.<\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Systematik der Arbeitsverh\u00e4ltnisse<\/span><\/h2>\n<p>Dort, wo Arbeit f\u00fcr andere verrichtet wird, ist nach wie vor der Unterschied bedeutsam.<br \/>\nDie so genannte &#8218;unentgeltlicher&#8216; Arbeit, d.h. durch viele \u2013 in etwa 100.000 Jahren aufgetretene \u2013 Formen geldlosen sozialen Tauschs, der soziale Akteure miteinander verkn\u00fcpft.<br \/>\nDie historisch erst seit gut drei Jahrtausenden aufgetretenen durch Waren oder Geld entgoltenen (entgeltlichen) Erwerbsarbeit.<br \/>\nEin Wandel einer T\u00e4tigkeit von der unentgeltlichen zur entgeltlichen Form wird auch als Kommerzialisierung bezeichnet.<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Frederick Winslow Taylor<\/span><\/h3>\n<p>* 20. M\u00e4rz 1856 in Germantown, Pennsylvania, USA; \u2020 21. M\u00e4rz 1915 in Philadelphia, war ein US-amerikanischer Ingenieur und gilt als einer der Begr\u00fcnder der Arbeitswissenschaft. Von ihm stammt unter Anderem Scientific Management und auf seinem Wirken basiert der so genannte Taylorismus.<\/p>\n<pre><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-174 aligncenter\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/taylor.jpg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"601\" \/><\/pre>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8px;\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frederick_Winslow_Taylor#\/media\/Datei:Frederick_Winslow_Taylor.JPG<\/span><\/p>\n<p>Der Taylorismus oder das Scientific Management (dt. wissenschaftliche Betriebsf\u00fchrung) geht zur\u00fcck auf den US-Amerikaner Frederick Winslow Taylor<br \/>\nTaylor glaubte daran, Management, Arbeit und Unternehmen mit einer rein wissenschaftlichen Herangehensweise (Scientific Management) optimieren zu k\u00f6nnen, damit soziale Probleme l\u00f6sen und \u201eWohlstand f\u00fcr Alle\u201c erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Scientific Management (dt. wissenschaftliche Betriebsf\u00fchrung) geht zur\u00fcck auf den US-Amerikaner Frederick Winslow Taylor.<\/p>\n<p>Taylor glaubte daran, Management, Arbeit und Unternehmen mit einer rein wissenschaftlichen Herangehensweise (Scientific Management) optimieren zu k\u00f6nnen, damit soziale Probleme l\u00f6sen und \u201eWohlstand f\u00fcr Alle\u201c erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zum Ausgangspunkt seiner Analyse nahm Taylor das sogenannte <strong>loafing<\/strong> (die Leistungszur\u00fcckhaltung) der Arbeiter.<\/p>\n<p>Die Frage war, wie man die Arbeiter bei gleichem Lohn zu mehr Arbeit bewegen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Er kam zu dem Schluss, dass Firmenabl\u00e4ufe als ein<br \/>\nMachtkampf zwischen Arbeitern und Management aufgefasst werden k\u00f6nnten und dass dieser Kampf von den Arbeitern gewonnen w\u00fcrde, solange nur sie die Arbeit kennen und beherrschen.<br \/>\nUm diese Machtverteilung zugunsten des Managements zu \u00e4ndern und somit die Arbeiter zu mehr Leistung zu<br \/>\nbewegen, schlug Taylor vier Prinzipien vor.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Vier Grundprinzipien des Taylorismus<\/span><\/h4>\n<ol>\n<li>Die Planung und Kontrolle der Produktion sowie die Ausf\u00fchrung sollen getrennt werden, Trennung von Hand- und Kopfarbeit.<br \/>\nDie physisch-mechanische Durchf\u00fchrung der Produktion wird von am Lohn interessierten Arbeitern vollzogen, die Analyse und Planung des Arbeitsprozesses wird durch Spezialisten im Management auf wissenschaftlichen Grundlagen basierend vollzogen.<br \/>\n(Vgl. Mikl-Horke, Gertraude (1994): Industrie- und Arbeitssoziologie. 2., durchgesehene Auflage, M\u00fcnchen\/Wien. S. 58.)<\/li>\n<li>Arbeit sollte auf pr\u00e4zisen Anleitungen basieren, die das Management vorgibt. Diesem Prinzip liegt die Annahme zu Grunde, dass es einen besten Weg gibt, eine Arbeit zu bew\u00e4ltigen (one-best-way-Prinzip).<\/li>\n<li>Das erste Prinzip kann nur durch eine hohe Arbeitsteilung realisiert werden, denn nur sehr kleine Arbeitsvorg\u00e4nge k\u00f6nnen im Detail pr\u00e4zise vorgeschrieben oder \u00fcberhaupt vom Management analysiert werden. Dar\u00fcber hinaus versagt ab einer gewissen Komplexit\u00e4t der Arbeit das one-best-way-Prinzip, da es dann mehrere \u00e4hnlich gute Wege zur Bew\u00e4ltigung der Arbeit geben kann.<\/li>\n<li>Geld wird als Motivationsfaktor eingesetzt, d.h. die Bezahlung wird von der erbrachten Leistung abh\u00e4ngig gemacht. Dies f\u00fchrte etwa zu Akkordarbeit, Pr\u00e4mienl\u00f6hnen die in ihrer H\u00f6he nicht die volle Produktivit\u00e4tssteigerung widerspiegelten, genereller \u201eVerdichtung\u201c und besserer \u201eVernutzung\u201c der Arbeit bzw. der Arbeiter usw.<\/li>\n<\/ol>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Folgemodelle und \u00e4hnliche Varianten<\/span><\/h3>\n<p><strong>Fordismus<\/strong> als mehr mechanisierte und automatisierte Variante (Flie\u00dfbandarbeit)<br \/>\n<strong>Toyotismus<\/strong> (Japanische Auspr\u00e4gung als Ursprung von Kaizen)<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Kaizen<\/span><\/h4>\n<p>(gesprochen mit stimmhaftem S; jap. Kai = Ver\u00e4nderung, Wandel; Zen = zum Besseren \u6539\u5584; \u201eVer\u00e4nderung zum Besseren\u201c) bezeichnet eine japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie, in deren Zentrum das Streben nach st\u00e4ndiger Verbesserung steht.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df der Philosophie des Kaizen weist nicht die sprunghafte Verbesserung durch Innovation, sondern die schrittweise erfolgende Perfektionierung des bew\u00e4hrten Produkts den Weg zum Erfolg. Dabei wird davon ausgegangen, dass der wirtschaftliche Erfolg das Ergebnis von Produkten und Dienstleistungen ist, die mit ausgezeichneter Qualit\u00e4t h\u00f6chste Kundenzufriedenheit erzielen.\u00a0Aus dieser \u00dcberzeugung leitet sich die stetige Suche nach Verbesserung auf allen Ebenen eines Unternehmens als Kernfunktion eines Kaizen-Programms ab.<\/p>\n<p>\u2981 Perfektionierung des betrieblichen Vorschlagswesens<br \/>\n\u2981 Investition in die Weiterbildung der Mitarbeiter<br \/>\n\u2981 Mitarbeiterorientierte F\u00fchrung<br \/>\n\u2981 Prozessorientierung<br \/>\n\u2981 Einf\u00fchrung eines Qualit\u00e4tsmanagements<\/p>\n<p>Insgesamt soll durch Kaizen bzw. durch einen KVP eine h\u00f6here Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen erreicht werden, was zu einer stetigen Verbesserung der Wettbewerbsposition beitragen soll.<\/p>\n<p>Mit Kaizen wird mehr als ein Ziel verfolgt. In der Hauptsache wird auch eine h\u00f6here Kundenzufriedenheit angestrebt, da Kundengewinnung teurer ist als Kundenbindung. Um Kundenzufriedenheit zu gew\u00e4hrleisten, stehen drei Faktoren im Vordergrund:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kostensenkung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Qualit\u00e4tssicherung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schnelligkeit (Zeiteffizienz)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bef\u00fcrworter der Kaizen-Methode gehen immer davon aus, dass der gegenw\u00e4rtige Zustand verbesserungsw\u00fcrdig ist und man immer weiter an ihm arbeiten muss, um ihn zu verbessern.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Plan-Do-Check-Act (PDCA)<\/span><\/h4>\n<p>PDCA liegt dem als kontinuierliche Verbesserung bekannten Proze\u00df zu Grunde. Per Definition ist n\u00e4mlich die kontinuierliche Verbesserung stetig und wird durch die kontinuierliche Drehung des PDCA-Kreises, oder anders ausgedr\u00fcckt durch die st\u00e4ndige Wiederholung der &#8222;Plan, Do, Check, Act&#8220;- Stufen, erreicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-324 size-medium\" src=\"https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pdca_neu-288x300.png\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pdca_neu-288x300.png 288w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pdca_neu.png 646w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/p>\n<h5><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Plan, Do, Check, Act &#8211; Die vier Stufen<\/span><\/h5>\n<p>Die erste Stufe im PDCA-Proze\u00df bildet die Planungsphase. Das betrachtete Problem mu\u00df in dieser Phase exakt beschrieben werden und m\u00f6gliche Verbesserungen sollten bereits identifiziert sein. Die wichtigsten Ursachen der Proze\u00dfabweichungen sollten bestimmt und Vorbereitungen f\u00fcr die Datensammlung getroffen sein.<\/p>\n<p>Die zweite Stufe beinhaltet die Durchf\u00fchrung, Beobachtung und Analyse. Die gew\u00fcnschten Daten werden gesammelt und genau analysiert. M\u00f6gliche Fehlerquellen werden untersucht. F\u00fcr die notwendigen Analysen werden statistische Hilfsmittel herangezogen.<\/p>\n<p>Die dritte Phase entspricht der Bewertung. Die Ergebnisse werden mit den Annahmen aus der Planungsphase verglichen. Der Beitrag zur Qualit\u00e4tsverbesserung wird bewertet und die Analyse entscheidet schlie\u00dflich dar\u00fcber, ob eindeutige Beweise f\u00fcr Ma\u00dfnahmen oder Proze\u00df\u00e4nderungen vorhanden sind.<\/p>\n<p>Der Kreis ist beendet mit der Entscheidung f\u00fcr oder gegen eine Proze\u00df\u00e4nderung. Sollen Ver\u00e4nderungen stattfinden werden die Vorgehensweisen entsprechend dokumentiert und auditiert. Danach kann der Kreis mit anderen Problemen wieder von neuem beginnen.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">KVP &#8211; Kontinuierlicher Verbesserungsprozess<\/span><\/h4>\n<p>Analog zu PDCA der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-327 size-large\" src=\"https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-613x1024.png\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-613x1024.png 613w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-180x300.png 180w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-768x1282.png 768w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-920x1536.png 920w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-1227x2048.png 1227w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu-598x999.png 598w, https:\/\/vornheder.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kvp_neu.png 1252w\" sizes=\"auto, (max-width: 613px) 100vw, 613px\" \/><\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die 5S (6S) &#8211; Bewegungen<\/span><\/h4>\n<p>Bei 5S handelt es sich um eine f\u00fcnfstufige Vorgehensweise zur Neuplanung und Verbesserung von sauberen, sicheren und standardisierten Arbeitspl\u00e4tzen.<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Seiri<\/strong><\/td>\n<td><strong>\u21d2<\/strong><\/td>\n<td>Entferne Unn\u00f6tiges aus deinem Arbeitsbereich!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Seiton<\/strong><\/td>\n<td><strong>\u21d2<\/strong><\/td>\n<td>Ordne die Dinge, die nach Seiri geblieben sind!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Seiso<\/strong><\/td>\n<td><strong>\u21d2<\/strong><\/td>\n<td>Halte deinen Arbeitsplatz sauber!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Seiketsu<\/strong><\/td>\n<td><strong>\u21d2<\/strong><\/td>\n<td>Mache Sauberkeit und Ordnung zu deinem pers\u00f6nlichen Anliegen!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Shitsuke<\/strong><\/td>\n<td><strong>\u21d2<\/strong><\/td>\n<td>Mache 5S durch Festlegen von Standards zur Gewohnheit!<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Bei uns in\u00a0Deutschland wird diese 5S Methode wie folgt verstanden:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Sortieren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Setzen<\/strong><\/li>\n<li><strong> S\u00e4ubern<\/strong><\/li>\n<li><strong> Standardisieren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Selbstdisziplin<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>mitunter wird sie aber auch als 5A Methode karrikiert<\/p>\n<ol>\n<li><strong><em>Aussortieren<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Aufr\u00e4umen<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Arbeitsplatz sauber halten<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Arbeitsstandards definieren<\/em><\/strong><\/li>\n<li><strong><em> Alles wiederholen<\/em><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Durch das Hinzuf\u00fcgen von<strong>\u00a0<\/strong><strong>Shukan \u00a0<\/strong>-&gt; sich daran gew\u00f6hnen,<br \/>\nhat sich diese Sichtweise\/Methodik zur 6 S Methode entwickelt.\u00a0Bei echter und nachhaltiger Disziplin werden Ordnung und Sauberkeit schlie\u00dflich in Fleisch und Blut \u00fcbergehen.\u00a0Erst dann wird dieses Konzept zur echten 6S-Methode, zum gelebten <strong>KAIZEN<\/strong>.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die 7M-Checkliste<\/span><\/h4>\n<p>Hierbei handelt es sich um die 7 wichtigsten Faktoren, die immer wieder \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssen:<\/p>\n<p><strong>Mensch \u2013 Maschine \u2013 Material \u2013 Methode \u2013 Milieu\/Mitwelt<\/strong><\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche 5\u00a0M Methode wurde um zwei wichtige Faktoren<\/p>\n<p><strong>Management und Messbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>erweitert, da die Einfl\u00fcsse des Managements im System und die Messbarkeit von einer bestimmten Tragweite sind.<\/p>\n<h4><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die 7-W-Checkliste<\/span><\/h4>\n<p>Die 7-W-Checkliste geht als urspr\u00fcngliches Hilfsmittel f\u00fcr die Rhetorik m\u00f6glicherweise auf Cicero zur\u00fcck (7 W-Fragen)<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Was<\/strong> ist zu tun?<\/li>\n<li><strong>Wer<\/strong> macht es?<\/li>\n<li><strong>Warum<\/strong> macht er es?<\/li>\n<li><strong>Wie<\/strong> wird es gemacht?<\/li>\n<li><strong>Wann<\/strong> wird es gemacht?<\/li>\n<li><strong>Wo<\/strong> soll es getan werden?<\/li>\n<li><strong>Wieso<\/strong> wird es nicht anders gemacht?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Verwandt mit dem <strong>7-W<\/strong>-Fragenkatalog ist das Prinzip des <strong>\u201eGeh zur Quelle\u201c (Genkin-butso)<\/strong>. Dieses besagt, bei unerw\u00fcnschten Ergebnissen oder Fehlern 5 mal nach dem \u201eWarum?\u201c zu fragen, um eine L\u00f6sung zu erzielen. Es besagt aber auch, dass sich F\u00fchrungskr\u00e4fte vor Ort ein Bild \u00fcber die Situation, zum Beispiel einen Produktionsprozess, machen sollen und nicht aus der Ferne entscheiden.<\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Fazit und Ausblick<\/span><\/h2>\n<p>Wie dem historischen R\u00fcckblick schon zu entnehmen ist, muss <strong>Arbeit<\/strong> in verschiedenen Dimensionen verstanden werden. \u00a0Denn alles was ein Mensch tut ist prinzipiell als Arbeit zu verstehen. Einem Teil der Menschen gelingt es Arbeit als selbtsch\u00f6pferischen Akt \u00a0in ihr Leben zu integrieren, die meisten Menschen sind aber in einem System von\u00a0Subsistenzarbeit gefangen. In einer allgemeinen sozialpsychologischen Betrachtungsweise ist an dieser Stelle etwas wie Arbeitsethik oder besser Arbeitsmoral entstanden. Wer an dem System von substituiver Arbeit heute nicht teilnimmt wird von der Gesellschaft meist stigmatisiert (dieser Prozess bietet sich hervorragend als weiteres Thema an).<\/p>\n<p>Generell muss man konstatieren, der Begriff Arbeit ist heute mehr denn je, auch wenn niemand dar\u00fcber offen spricht, negativ belegt. Ihm h\u00e4ngen Faktoren wie etwa Ausbeutung , Abh\u00e4ngigkeit oder Zwang an.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist festzuhalten, dass all die vorgestellten Konzepte und Methoden mehr oder weniger fast ausschlie\u00dflich dem Unternehmen in Form von h\u00f6herer Rendite und geringeren Aufwendungen f\u00fcr Mitarbeiter nutzen. \u00a0Desweiteren \u00a0kann mit einem kritischen Blick noch etwas wahrgenommen werden. In den beschriebenen Konzepten wird dem Arbeitnehmer zu gro\u00dfen Teilen seine\u00a0\u00a0M\u00fcndigkeit entzogen. Es wird nicht auf seine individuellen Kompetenzen gebaut, vielmehr ist ein heutiger Arbeitnehmer nur ein Instrument des Unternehmers das nach strikten Vorgaben, resultierend aus den vorgestellten Konzepten, die Unternehmensrendite erh\u00f6ht und durch die zerlegten Prozesse jederzeit austauschbar ist .<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist Arbeit? Das Wort Arbeit ist gemeingermanischen Ursprungs (*arb\u0113ji\u00f0iz, got. arbai\u00fes); Im Alt- und Mittelhochdeutschen \u00fcberwiegt die Wortbedeutung \u201eM\u00fchsal\u201c, \u201eStrapaze\u201c, \u201eNot\u201c; redensartlich noch heute M\u00fche und Arbeit Das italienische lavoro und englische labour (amerikanisch labor) gehen auf das lateinische labor zur\u00fcck, das ebenfalls prim\u00e4r \u201eM\u00fche\u201c bedeutet.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-168","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/168","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=168"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/168\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4680,"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/168\/revisions\/4680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vornheder.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}