{"id":148,"date":"2017-08-12T15:51:12","date_gmt":"2017-08-12T13:51:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vornheder.de\/?p=148"},"modified":"2020-07-11T12:00:51","modified_gmt":"2020-07-11T10:00:51","slug":"von-ich-zum-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vornheder.de\/?p=148","title":{"rendered":"Von Ich zum Wir"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Gruppenprozesse im Arbeitsalltag des Ausbilders<\/strong><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Einleitung<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Seit\u00a0 etwas mehr als 5 Jahren bin ich bei verschiedenen Bildungstr\u00e4gern mit der Ausbildung im Bereich Farbtechnik betraut. Zu den verschiedenen Ma\u00dfnahmen in denen ich t\u00e4tig bin, geh\u00f6ren die Berufsausbildung in au\u00dferbetrieblichen Einrichtungen (BaE),\u00a0 die berufsvorbereitende Bildungsma\u00dfnahme (BvB) und zu guter Letzt auch die integrative Reha-Ausbildung. In dieser T\u00e4tigkeit habe ich einen umfassenden Einblick in die vielf\u00e4ltigen gruppendynamischen Prozesse. <!--more--><\/p>\n<p>Der Themenvorschlag \u201eVon Ich zum Wir: Gruppenprozesse im Arbeitsalltag des Ausbilders\u201c\u00a0 f\u00fcr die Abschlussarbeit im Rahmen meines Weiterbildungsstudiums zum Reha-Ausbilder\u00a0 hat mich dazu bewegt mich tiefer mit dieser Thematik auseinander zu setzen. In meiner Arbeit werde ich mich zun\u00e4chst auf einen allgemeinen Ansatz der Gruppendynamik beziehen um diesen in der Folge dann auch kritisch zu betrachten.<\/p>\n<p>In der Folge werde ich mein Konzept f\u00fcr das Seminar \u201eAusbildungstage\u201c, die vom 19. bis 20. M\u00e4rz mit der gesamten Gruppe, insgesamt 23 Reha-Auszubildenden durchgef\u00fchrt wurden, dazu nutzen um die kritische Betrachtung zu untermauern. Zu dem Konzept der Ausbildungstage werde ich auch einen Inhalts- und Ablaufplan vorstellen und anhand einzelner Seminarteile die Zielsetzung erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Im Fazit werde ich dann Beobachtungen die ich w\u00e4hrend der Ausbildungstage gemacht habe darstellen und einen Ausblick f\u00fcr meine zuk\u00fcnftige praktische Ausbildungsarbeit schaffen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 18px;\"><strong style=\"font-size: 18px;\">Gruppenprozesse und Gruppendynamik<\/strong><\/span><\/h2>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Es gibt einen sehr vielf\u00e4ltigen Blick auf das Geschehen in einer Gruppe. Alleine der Begriff Gruppe wird in der sehr vielf\u00e4ltigen Literatur mit der Frage: \u201eWas ist eine Gruppe?\u201c, sehr unterschiedlich betrachtet. Begriffe die hier verwendet werden, gehen von Gruppe \u00fcber die verschiedenen Auspr\u00e4gungsformen wie Kleingruppe, Gro\u00dfgruppe bis hin zu Masse. Auch der Gruppenrahmen, wird in diesem Zusammenhang sehr unterschiedlich dargestellt. (vgl. K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, S.12 ff.).<\/p>\n<p>Das was dort im Gruppenzusammenhang zu beobachten ist wird im Allgemeinen als Gruppenprozess oder auch als Gruppendynamik bezeichnet. \u00a0In dieser Arbeit sollen zur Darstellung des Gruppengeschehens\u00a0 die Teamuhr von Bruce Tuckman und die die Betrachtung der Gruppendynamik nach Oliver K\u00f6nig und Karl Schattenhofer Anwendung finden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Das Modell der Teamuhr (Phasenmodell) nach Tuckman<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Tuckman(1965) beschreibt die Entwicklung einer Gruppe in f\u00fcnf verschiedenen Phasen und bildet dies mit Hilfe einer Uhr oder eines Kreislaufdiagramms ab. Dieses Modell wird h\u00e4ufig verwendet um in Seminaren den Prozess der Teambildung visuell darzustellen und zu erkl\u00e4ren. Es wird aber auch h\u00e4ufig mit der Aussage kritisiert, dass dieses Modell\u00a0 zu gleichf\u00f6rmig (linear) und\u00a0 zu begrenzt ist weil es einen geschlossenen Kreislauf darstellt. (vgl. K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, S. 60 ff.). Die Teamur stellte urspr\u00fcnglich nur vier der f\u00fcnf dargestellten Phasen dar. Der Aufl\u00f6sungsprozess, das Adjourning wurde erst sp\u00e4ter hinzugef\u00fcgt als bewusst wurde, dass Gruppen nicht ewig bestehen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-149\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/teamuhr.png\" alt=\"\" width=\"568\" height=\"394\" \/><br \/><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;\">Quelle: http:\/\/infinite-minds.at\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Teamuhr.png<\/span><\/p>\n<p>Die verschiedenen Phasen, die in dem Kreislauf der Team-Uhr dargestellt werden, sind:<\/p>\n<p><strong>Forming-Phase<\/strong><\/p>\n<p>Die Formierungsphase kann man auch als den Anfang der Gruppenbildung verstehen. Hier kommen erstmal Einzelpersonen mit ihren unterschiedlichen Erwartungen und Vorerfahrungen zusammen. In dieser Phase besteht noch gro\u00dfe Unsicherheit dar\u00fcber wo sich jeder einzelne in der Gruppe befindet. Jeder einzelne in der Gruppe versucht seine Position und die Anerkennung der Anderen zu finden.<\/p>\n<p>In dieser Phase herrscht aufgrund fehlender Orientierung mitunter ein sehr wechselndes Verhalten zwischen:<\/p>\n<ul>\n<li>Distanz und N\u00e4he<\/li>\n<li>Anonymit\u00e4t und sich zeigen<\/li>\n<li>Autonomie und Anleitung<\/li>\n<li>Bew\u00e4hrtem und Neuem<\/li>\n<li>Individualit\u00e4t und Gleichsein<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dieser Phase braucht die Gruppe Struktur und einen Rahmen hinsichtlich der bevorstehenden Stormingphase. Hier ist es die Aufgabe einer Leitung, diesen Rahmen zu formulieren und strukturieren und durch Ausf\u00fcllen der eigenen Rolle als\u00a0 Leitung den Gruppenmitgliedern ein Sicherheitsgef\u00fchl zu vermitteln.<\/p>\n<p><strong>Storming-Phase<\/strong><\/p>\n<p>Wird auch als Auseinandersetzungs- oder Machtkampfphase bezeichnet. In dieser Phase beginnen die Gruppenmitglieder ihre eigenen Interessen durchzusetzen.\u00a0 Es entstehen Machtk\u00e4mpfe um Rollen und Positionen in der Gruppe, Cliquen bilden sich. Die Gruppe ist an dieser Stelle noch vom eigentlichen oder vorgegebenen Ziel entfernt, die Auseinandersetzung geht hier darum ein gemeinschaftliches Ziel als Gruppe zu finden.<\/p>\n<p>Bei informellen Gruppen entscheidet sich hier ob die Gruppe weiterhin besteht, oder auseinander bricht. Bei formellen Gruppen ist dies in der Regel nicht m\u00f6glich, aber es kann dazu f\u00fchren, dass einzelne Mitglieder sich zum Beispiel durch Krankheit der Auseinandersetzung entziehen. Ebenso kann es bei formellen Gruppen in dieser Phase dazu kommen das ein vorgegebenes Ziel in Frage gestellt wird.<\/p>\n<p>Aufgabe der Leitung in dieser Situation ist es, die Kl\u00e4rung von Konflikten und das Entstehen von Beziehungen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Norming-Phase<\/strong><\/p>\n<p>Auch als Kooperationsphase bezeichnet. Nach einer bew\u00e4ltigten<\/p>\n<p>Auseinandersetzung kehrt Ruhe ein, die in der Formingphase beschriebenen Ambivalenzen l\u00f6sen sich auf. Rollen untereinander werden akzeptiert, in einem entstandenen \u201eWir-Gef\u00fchl\u201c \u00a0trauen sich die die Gruppenmitglieder, ihre Individualit\u00e4t zum Ausdruck zu bringen. Es entsteht eine harmonische Arbeitsatmosph\u00e4re, die Bereitschaft eigene Beitr\u00e4ge einzubringen w\u00e4chst. Entstehendes Selbstvertrauen und Harmonie k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass die Gruppe versucht sich von der Leitung abzugrenzen. Ebenso ist es m\u00f6glich, dass die Gruppe sich eine Mitbestimmung einfordert.<\/p>\n<p>Leitung kann an dieser Stelle damit beginnen Verantwortung an die F\u00fchrungspositionen in der Gruppe zu \u00fcbergeben ist aber immer noch als strukturierendes und ausgleichendes Element, ganz besonders beim Auftreten sozialer Konflikte,\u00a0 gefordert.<\/p>\n<p><strong>Performing-Phase<\/strong><\/p>\n<p>In der Arbeits- oder Leistungsphase ist Gruppe auf einer Ebene der Arbeits- und Leistungsf\u00e4higkeit und der Aktivit\u00e4t angekommen. Das Zusammenwirken in der Gruppe wird an dem urspr\u00fcnglich formulierten Zielen ausgerichtet. Das Verhalten der einzelnen Gruppenmitglieder ist von Wertsch\u00e4tzung und Kooperation gepr\u00e4gt, Konflikte werden konstruktiv gel\u00f6st.<\/p>\n<p>In dieser Phase ist es f\u00fcr die Leitung ganz besonders wichtig gen\u00fcgend Arbeit und Arbeitsmaterial zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Adjourning-Phase<\/strong><\/p>\n<p>Auch als Aufl\u00f6sungs- oder Abschlussphase bezeichnet. Das gesetzte Ziel ist erreicht, gestellte Aufgaben sind abgeschlossen. In dieser Phase werden die gekn\u00fcpften sozialen Beziehungen in und mit der Gruppe wieder lockerer. Unter Umst\u00e4nden kann es in dieser Phase zu Auseinandersetzungen und Konflikten wie in der Storming-Phase kommen \u00a0Ebenso ist es m\u00f6glich das ein nostalgisches Festhalten an der Gruppensituation oder Trauer \u00fcber die Beendigung entsteht. Bei Nichtbew\u00e4ltigung ist es wahrscheinlich, dass die Gruppe auseinanderf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Aufgabe der Leitung ist es die Gruppe einf\u00fchlsam und schon rechtzeitig auf diesen Zeitpunkt vorzubereiten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Gruppendynamik nach K\u00f6nig und Schattenhofer<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>W\u00e4hrend Phasenmodelle wie das von Bruce Tuckman hilfreich daf\u00fcr sein k\u00f6nnen die Komplexit\u00e4t von Gruppensituationen zu reduzieren und einen strukturierten Blick auf einen Gruppenzustand erm\u00f6glichen, so k\u00f6nnen sie aber nicht die individuelle Wahrnehmung des Einzelnen wiedergeben und bergen die Gefahr das Gruppengeschehen zu normieren. Dar\u00fcber hinaus werden solche Modelle wegen ihrer gleichf\u00f6rmigen Struktur, die dazu verleitet\u00a0 Gruppenentwicklung vorherzusagen, auch kritisiert. (vgl. K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, 60 f.).<\/p>\n<p>Vielmehr ist ein sehr viel individuellerer Blick auf und in die Gruppe notwendig um das Geschehen zu erfassen und Interventionen zu gestalten. Das Gruppengeschehen ist in diesem Sinn mehr als eine offene Dynamik denn als gleichf\u00f6rmiger geschlossener Prozess zu verstehen. Diese Form der Betrachtung f\u00e4ngt schon bei der Organisationsstruktur einer Gruppe an. Ist es eine formelle Gruppe oder eine informelle Gruppe? Hat die Gruppe im Sinne eines Teams einen Auftrag oder verfolgt sie ein gemeinsames soziales Interesse? Wie sieht die innere Umwelt des einzelnen aus, welche Vorerfahrung und Erwartung bringt er mit in die Gruppe? Wie sieht die \u00e4u\u00dfere Umwelt der Gruppe aus, was ist das Ziel oder der Auftrag der Gruppe?\u00a0 Hier zeigt sich schon, dass der Gruppenprozess von vielen Rahmenbedingungen abh\u00e4ngig ist. (vgl. K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, 15 ff.).<\/p>\n<p>Auch innere Dimensionen spielen bei der Gruppenentwicklung eine wichtige Rolle. Hier geht es um das Drinnen oder Drau\u00dfen, also die Position in der Gruppe als die Dimension der Zugeh\u00f6rigkeit. Das Oben oder Unten als die Dimension von Macht und Einfluss. Das Nah oder Fern als Dimension f\u00fcr Intimit\u00e4t und Vertrautheit. (vgl. K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, 35 ff.).<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr den Gruppenprozess ist also das Zusammenwirken verschiedener individueller Gr\u00f6\u00dfen.\u00a0 Die Entwicklung einer Gruppe kann in verschiedenen Dimensionen wahrgenommen und beschrieben werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Spannung \u2013 Entspannung<\/li>\n<li>Harmonie \u2013 Konflikte<\/li>\n<li>Arbeitsf\u00e4higkeit (hoch \u2013 niedrig)<\/li>\n<li>Zufriedenheit \u2013 Unzufriedenheit der Gruppenmitglieder\/Teilnehmer<\/li>\n<li>Fremdsteuerung \u2013 Selbststeuerung: Beziehung zur Leitung<br \/>(K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, S. 55).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Nachfolgende Kurve zeigt das Erleben des Gruppenprozess einer Gruppe \u00fcber den Zeitraum einer Woche. Hier wird deutlich, dass es sich um mehr eine Dynamik. als um einen geschlossenen Prozess wie bei der Teamuhr handelt und alles andere als linear verl\u00e4uft. Das auf und ab ist pr\u00e4gend und zugleich f\u00f6rderlich f\u00fcr die Entwicklung. Bleibt die Gruppe auf der Ebene der angenehm erlebten Spannung birgt das beispielsweise die Gefahr, dass eine Gruppe sich in dieser W\u00e4rme einnistet und dadurch Handlungsunf\u00e4hig wird.\u00a0 Einen wesentlichen Entwicklungsfaktor macht hier eher die als unangenehm erlebte Spannung aus. In diesen Tiefpunkten wird die Gruppe die gr\u00f6\u00dften Bestrebungen zeigen wieder in eine neutrale oder angenehme Situation zu kommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-150 aligncenter\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/gruppendynamik-1024x604.jpg\" alt=\"\" width=\"646\" height=\"381\" \/><span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: K\u00f6nig, Schattenhofer, 2012, S. 56<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Erkenntnis zur Teamentwicklung und Gruppendynamik<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Wie die beiden Ans\u00e4tze zeigen bedarf der Blick auf eine Gruppe und\u00a0 das Verstehen des Geschehens einer erweiterten Perspektive um das Ganze zu erfassen. Gruppe und Gruppenentwicklung sind also in mehreren Dimensionen zu erfassen um Aussagen \u00fcber den Zustand einer Gruppe treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Eine Idee, der Schritt in die Praxis <\/span><\/h2>\n<p>Ausbildungsgruppen wie die in der Folge beschriebene Reha-Ausbildungsgruppe sind erst einmal als formale Gruppe einzuordnen. Wenn sich jetzt der Blick auf die in Kapitel 3.2 beschriebene Ausbildungsgruppe richtet und das Modell der Teamuhr anwendet kommt man leicht in die Versuchung die Gruppe in einem Wechselspiel zwischen der Storming- und Normingphase aufzufinden. In Bezug auf den Ausbildungsstand, die Gruppe befindet sich im zweiten und dritten Ausbildungsjahr, m\u00fcsste die Gruppe sich eigentlich in der Performingphase befinden. In der besonderen Situation einer Zwischenpr\u00fcfung zeichnet sich, vermutlich in diesem Zusammenhang, ein Drama ab. Der \u00fcberwiegende Teil einer Teilgruppe\/ eines Gewerks verl\u00e4sst den Rahmen der gestellten Aufgabe ohne sie fertig zu stellen. Das hat zur Folge, dass die Bewertung durchg\u00e4ngig nicht ausreichend ist.\u00a0 Auch wenn im Vorfeld im Reah-Team schon vielf\u00e4ltige \u00dcberlegungen angestellt wurden wie f\u00f6rderlich auf den Ausbildungsverlauf einwirken kann, so f\u00fchrte diese Situation dazu noch einmal Grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen anzustellen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Grundannahmen zur Konzeption der Ausbildungstage <\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Im Rahmen der uns anvertrauten Reha-Ausbildung werden wir tagt\u00e4glich mit den unterschiedlichsten Schwierigkeiten konfrontiert. Auszubildende sind sporadisch bis regelm\u00e4\u00dfig unp\u00fcnktlich oder erscheinen mitunter gar nicht. Sie kommen der den ihnen auferlegten Pflicht, sich bei Krankheit zu melden und-, oder einen Arzt aufzusuchen nicht nach. In diesem Zusammenhang ist h\u00e4ufig eine ung\u00fcnstige Auffassung von Krankheit auff\u00e4llig. Dies \u00e4u\u00dfert sich in der Regel dadurch, dass zum Beispiel eine k\u00f6rperliche Anstrengung als Leiden, ein Muskelkater als Krankheit und (\u00fcbertriebener Weise) ein Schnupfen schon als lebensbedrohlich empfunden wird.\u00a0 Besonders problematisch ist f\u00fcr uns Beteiligte die Situation, dass Auszubildende sich in der t\u00e4glichen Ausbildungspraxis h\u00e4ufig der Ausbildungssituation entziehen und besonders h\u00e4ufig sehr passiv sind. Diese Passivit\u00e4t verhindert oft auch das Zustandekommen eines Praktikums. Auch im Rahmen von betrieblichen Praktika treten diese Situationen auf und f\u00fchren h\u00e4ufig sogar zum Abbruch durch den Betrieb. Fast ebenso h\u00e4ufig passiert es, dass es im Verlauf eines Praktikums zum Abbruch durch den Auszubildenden kommt, der dieses mit den allgemeinen Umgangsformen der Mitarbeiter und-, oder dem Empfinden f\u00fcr einzelne Personen im Betrieb begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Wenn wir uns in diesem Zusammenhang vor Augen f\u00fchren, dass unsere Auszubildenden\u00a0 nicht nur wegen einzelner Lernschw\u00e4chen oder Auff\u00e4lligkeiten den Status Lernbehinderung zugewiesen bekommen haben, m\u00fcssen wir uns mit den weiteren Zusammenh\u00e4ngen befassen.<\/p>\n<p>Es ist zum Beispiel nachgewiesen, dass 85% der Lernbehinderten aus der sozialen Unterschicht kommen. (vgl. Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte, 2006, S.38)\u00a0 Etwa zwei Drittel aller V\u00e4ter und M\u00fctter von lernbehinderten Sondersch\u00fclern sind arbeitslos, was sich in der Regel schon ung\u00fcnstig auf Rahmenbedingungen wie Wohnen und Freizeit auswirkt. Dazu kommt h\u00e4ufig noch ein mangelndes Bildungsbewusstsein der Eltern, die ihre eigene Bildungs- und Berufslaufbahn als Ma\u00dfstab f\u00fcr ihre Kinder heranziehen und sich damit bildungsfeindlich verhalten, weil sie m\u00f6gliche Bildungsma\u00dfnahmen ihrer Kinder nicht f\u00f6rdern. (vgl. Pfahl, 2004, S.12 f.).<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber steht dann ein umf\u00e4ngliches Betreuungssystem, bestehend aus F\u00f6rderschule und Sozialarbeitern. Im Schulsystem selber wird vieles aufgefangen und legitimiert. Es ist zwar von F\u00f6rderung die Rede, aber an dieser Stelle treten das Herausfordern und das Fordern in den Hintergrund. H\u00e4ufig fehlen diesen Sch\u00fclern die n\u00f6tigen Reize und Impulse sich aus sich selber heraus zu entwickeln. Die F\u00f6rderschule hat mit der gleichen Regelschulzeit wie die Hauptschule zum Ziel, durch Reduzierung der Inhalte und des Tempos, die Lern- und Leistungsdefizite ihrer Sch\u00fcler zu kompensieren. Dadurch entsteht die Problematik, dass Lernr\u00fcckst\u00e4nde sich eher noch vergr\u00f6\u00dfern, je l\u00e4nger der F\u00f6rderschulbesuch andauert. Hier darf\u00a0 man nicht au\u00dfer Acht lassen, dass Freundschaften die in diesem Umfeld\u00a0 bestehen in der Regel eine \u00e4hnliche Demographie aufweisen, was eine weitere Einschr\u00e4nkung von n\u00f6tigen Ressourcen bedeutet. (vgl. Pfahl, 2004, S. 15)<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Schulbesuch kommt h\u00e4ufig ein nahtloser \u00dcbergang in weitere Betreuungssysteme wie Berufsvorbereitung und dann Reha-Ausbildung zustande. Auch hier ist der Teilnehmer\/ Auszubildende in einem Umfeld \u201euntergebracht\u201c, wo stark von au\u00dfen unterst\u00fctzt wird und damit \u00a0das Entstehen eigener Impulse vermieden werden. (vgl. Solga 2002, zit. n. Pfahl, 2004, S. 16)<\/p>\n<p>Einzelne Versuche haben zumindest im Ansatz gezeigt, dass es durchaus m\u00f6glich ist, dieses Unterst\u00fctzungssystem aufzubrechen und dem Auszubildenden dadurch neue Perspektiven zu er\u00f6ffnen. Ein wichtiger Ansatz ist hier, dem Auszubildenden eigene Erfahrungen zu erm\u00f6glichen, mit denen er durchaus in die Lage versetzt wird, sein auf Schutz,\u00a0 Betreuung und Unterst\u00fctzung ausgelegtes Verhalten in ein angemessen selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln, welches er f\u00fcr einen Zugang zum Arbeitsmarkt ben\u00f6tigt, zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Genau hier sollen die Ausbildungstage ansetzen.<\/p>\n<p>Wie in der Zusammenfassung der Annahmen schon beschrieben, ist der Auszubildende in einer Situation, die sich nicht ohne weiteres aufl\u00f6sen l\u00e4sst. Die Kohorte des Auszubildenden hat bisher keinen, oder wenig positiven Einfluss auf die Entwicklung des Auszubildenden genommen. Der Auszubildende wurde sehr wahrscheinlich schon sehr fr\u00fch in ein, auf vorhandene Auff\u00e4lligkeiten bezogenes Betreuungssystem eingegliedert. Das hatte zur Folge, dass zum einen immer jemand Impulse f\u00fcr das Handeln gesetzt hat, zum anderen gab es auch immer ein System, dass betreut, unterst\u00fctzt und aufgefangen hat.<\/p>\n<p>Das aktuelle Betreuungssystem in dem sich der Auszubildende befindet, ist die integrative Reha-Ausbildung. Prim\u00e4res Ziel dieser Reha-Ausbildung ist es, gem\u00e4\u00df dem Berufsbildungsgesetz und den Verdingungsordnungen, schon w\u00e4hrend dieser Ausbildung einen \u00dcbergang in eine Regelausbildung zu erreichen. In den meisten F\u00e4llen gelingt dieses wegen der gegebenen Rahmenbedingungen im Bezug auf eine Arbeitsrealit\u00e4t\u00a0 und der pers\u00f6nlichen Einschr\u00e4nkungen des Auszubildenden nicht.<\/p>\n<p>An dieser Stelle ist festzustellen, dass die Auszubildenden, die uns\u00a0 aus den vorangegangenen Betreuungssystemen \u00fcbergeben werden, sich nach wie vor in dem gewohnten Betreuungssystem w\u00e4hnen, was an verschiedenen Stellen durchaus nachvollziehbar ist. An den Ausbilder in diesem Bereich wird nun die Masteraufgabe gestellt nach den individuellen M\u00f6glichkeiten des Auszubildenden den gestellten Rahmen f\u00fcr eine Reha-Ausbildung zu erf\u00fcllen und dadurch dem Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss den Zugang zum 1. Arbeitsmarkt zu er\u00f6ffnen. Auf der anderen Seite bedeutet die Reha-Ausbildung aber auch ein Aufrechterhalten des Betreuungssystems, was im Bezug auf die beschriebenen Grundlagen die Wahrscheinlichkeit des Erfolges reduziert.<\/p>\n<p>Nicht nur das weitere Vorhandensein eines Betreuungssystems, sondern auch die mitunter langj\u00e4hrige Gew\u00f6hnung an solche Systeme\u00a0 lassen sich aber nicht einfach aufl\u00f6sen. Vielmehr geht es um einen Prozess in dem Autonomie und die \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr das eigene Handeln m\u00fchselig erlernt werden m\u00fcssen. Die Erfahrung zeigt, dass an dieser Stelle das Darlegen einer solchen Anforderung in der Regel wenig hilfreich ist.\u00a0 Die Anforderung wird vermeintlich aus dem Betreuungssystem gestellt und eben dieses f\u00e4ngt f\u00fcr den Fall, dass diese Anforderungen nicht erf\u00fcllt werden, die Konsequenzen auf.<\/p>\n<p>An dieser Stelle wird deutlich, dass sich ein Kreislauf bildet in dem eine reale Entwicklung nur sehr begrenzt stattfinden kann.<\/p>\n<p>Paul Watzlawick beschreibt anhand einer Ameisenkolonie recht pragmatisch was zu tun ist, der Kreislauf muss einfach unterbrochen werden (vgl. Watzlawik, Beavin, Jackson, 2011, S. 54 f.). \u00a0Nimmt man an dieser Stelle noch die Pers\u00f6nlichkeitstheorie von Carl Rogers zur Hilfe, erschlie\u00dfen sich M\u00f6glichkeiten, den beschriebenen Einschr\u00e4nkungen durch das Betreuungssystem zu begegnen. Der Kreislauf des den Auszubildenden quasi umschlie\u00dfenden Betreuungssystems muss unterbrochen werden. Dar\u00fcber hinaus muss der Auszubildende Zugang, zu den f\u00fcr seine Entwicklung notwendigen Informationen, bekommen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend im allgemeinen Bildungskontext stark auf das handlungsorientierte Lernen gesetzt wird, finden im Reha-Bereich meist noch klassische Modelle, wie das 4-Stufen Modell und andere instruktive Unterweisungsmethoden mit fortlaufender Wiederholung Verwendung. Die Handlungsorientierung grenzt sich in der Form ab, dass sie \u201enicht\u201c eine bestimmte Vorstellung von einer Realit\u00e4t bei dem Teilnehmer verankert, stattdessen wird der Teilnehmer bei der Konstruktion seiner Vorstellung unterst\u00fctzt, indem ihm M\u00f6glichkeiten zur Pr\u00fcfung dieser Vorstellungen er\u00f6ffnet werden. Verk\u00fcrzt kann man die Handlungsorientierung als Erkenntnisprozess am eigenen Handeln beschreiben (vgl. Rogers, Giere, 2000, S.164 ff.).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ausbildungstage soll unter Zuhilfenahme des Modells der Handlungsorientierung der genannte Kreislauf unterbrochen werden. Der Auszubildende wird mit sich selbst konfrontiert\u00a0 und kann aus dieser Erfahrung heraus Ziele und Wege erarbeiten. Dabei wird es im Bezug auf die Zielformulierung und das Erreichen des Zieles inhaltlich m\u00f6glichst wenigen Vorgaben durch die begleitenden Personen geben.\u00a0 Dieses wird in verschiedenen \u00dcbungen und Sequenzen, die in Einzelarbeit, in Gruppenarbeit\u00a0 und im Plenum stattfinden. Die Ausbildungstage sollen m\u00f6glichst an einem neutralen Ort der vom Ausbildungsalltag entkoppelt ist, ohne die \u00fcblichen Einfl\u00fcsse stattfinden. Es ist an dieser Stelle klar, dass die Ausbildungstage die beschriebene Situation nicht ad hoc aufl\u00f6sen k\u00f6nnen. Sie sind aber in der Lage initial zu wirken und Impulse f\u00fcr die weitere Entwicklung der Auszubildenden zu geben.<\/p>\n<p>Immerhin muss der Auszubildende nach erfolgter Ausbildung faktisch in der Lage sein, sein Erwerbsleben auf dem 1. Arbeitsmarkt weitgehend autonom zu bew\u00e4ltigen. Dazu geh\u00f6rt zun\u00e4chst einmal, dass er die eigenen, mitunter begrenzten M\u00f6glichkeiten anerkennt und es trotzdem schafft sich zu den erforderlichen und angemessenen Aktivit\u00e4ten zu motivieren um somit nachhaltig im Erwerbsleben Fu\u00df zu fassen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Die Umsetzung der Ausbildungstage<\/strong><\/span><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Die Gruppe der Seminarteilnehmer besteht aus 23 Auszubildenden aus drei verschiedenen Teilgruppen aus den Gewerken Gala-Bau, Farbe und Metall. Diese drei Teilgruppen teilen sich noch mal in zwei Ausbildungsjahrg\u00e4nge auf.<\/p>\n<p>Formal besteht an dieser Stelle also schon eine Heterogenit\u00e4t, auch wenn es sich bei der Gesamtgruppe durchg\u00e4ngig um Reha-Auszubildende handelt und formal betrachtet eine Homogenit\u00e4t angenommen werden m\u00fcsste. Bez\u00fcglich des individuellen Leistungsstandes und der pers\u00f6nlichen Problemstellungen kommt noch eine weitere Ebene von Heterogenit\u00e4t dazu. Trotz, beziehungsweise besonders wegen dieser beschriebenen Heterogenit\u00e4t wurde gro\u00dfer Werte auf die Teilnahme der Gesamtgruppe gelegt.<\/p>\n<p>Auch wenn in der Konzeption der Ausbildungstage eine Beschr\u00e4nkung durch die unterschiedlichen Gruppenzugeh\u00f6rigkeiten beschrieben wird, so muss man doch annehmen, dass Menschen mit Behinderungen und Beeintr\u00e4chtigungen Experten f\u00fcr ihre eigene Biographie sind und ein solches Expertenwissen m\u00f6glicherweise n\u00fctzlich f\u00fcr andere Gruppenmitglieder sein kann (vgl. Baudisch \/ Bojanowski, 2002, S. 18 ff.)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><u>\u00a0<\/u><\/strong><strong><u>19.03.2014 (erster Semiartag):<\/u><\/strong><strong><u>\u00a0<\/u><\/strong><\/p>\n<p>07:30 \u2013 08:40 Uhr : Gemeinsame Fahrt vom Herforder Bahnhof zur Heerser M\u00fchle <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>08:40 \u2013 09:00 Uhr: Ankommen und Fr\u00fchst\u00fcckspause<\/p>\n<p>09:00 \u2013 09:15 Uhr:\u00a0\u00a0 Vorstellung des Programms, Erkl\u00e4rung der Intention f\u00fcr das Seminar \u201eAusbildungstage\u201c <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>, Chill-o-meter <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>09:15 \u2013 09:45 Uhr: \u00a0 Impulsgeber f\u00fcr die Erarbeitung der gemeinsamen Regeln: \u201eRegelsalat\u201c in vier Gruppen (ausgeloste Gruppen)<\/p>\n<p>09:45 \u2013 10:00 Uhr:\u00a0\u00a0 Vorstellung der erarbeiteten Regeln im Plenum durch Ball zuwerfen: TN, der den Ball bekommt, stellt eine erarbeitete Regel vor. Im Anschluss ggf. Diskussion \u00fcber Regeln, bis sich alle einverstanden erkl\u00e4ren! <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>10:00 \u2013 10:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Vorstellung der Au\u00dfenanlage als Arbeits- und R\u00fcckzugsort<\/p>\n<p>10:30 \u2013 10:45 Uhr:\u00a0\u00a0 Warmup: \u201eWer hat schon einmal\u201c <a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>10:45 \u2013 11:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Arbeit in Vierergruppen (geloste Gruppen): Erz\u00e4hlt euch gegenseitig euren sch\u00f6nsten Erfolg. Anschlie\u00dfend schreibt jeder jedem auf eine Karteikarte mindestens eine Eigenschaft, die ihm bei dem Anderen positiv aufgefallen ist. Zum Abschluss k\u00f6nnen die Karten vorgelesen werden.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>11:30 \u2013 11:45 Uhr:\u00a0\u00a0 Warm-up Kazoo<\/p>\n<p>11:45 \u2013 12:30 Uhr: \u00a0 Arbeit in Zweiergruppen (werden selber gesucht): Jeder bekommt ein DIN- A3-Blatt mit seinem Foto in der Mitte. Zur Hilfe stehen Fragen auf den Blatt: Was kann ich gut? Was sch\u00e4tzen andere an mir? Was ist mir wichtig? <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>12:30 \u2013 13:00 Uhr: \u00a0 gemeinsame Mittagspause<\/p>\n<p>13:00 \u2013 13:30 Uhr: \u00a0 Aktualisierung des Chill-o-meter, Warm-up (\u00dcbung mit Klammern)<\/p>\n<p>13:30 \u2013 14:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Vorstellung der Ergebnisse aus den Zweiergruppen: Ergebnisse werden ausgeh\u00e4ngt, TN gehen herum und sammeln die Eindr\u00fccke, anschlie\u00dfend Austausch \u00fcber die Eindr\u00fccke <a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>14:30 \u2013 14:45 Uhr:\u00a0\u00a0 Pause<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em>14:45 \u2013 15:15 Uhr: \u00a0 Feedback-Regeln, Feedback mit Bilderrahmen <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>: Was war gut? Was war nicht gut? Was w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr morgen?\u00a0 Aktualisierung Chill-o-meter<\/p>\n<p>15:30 \u2013 16:30 Uhr: \u00a0 Gemeinsame Fahrt zum Herforder Bahnhof<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><u>20.03.2014 (zweiter Semiartag):<\/u><\/strong><\/p>\n<p>07:30 \u2013 08:40 Uhr : Gemeinsame Fahrt vom Herforder Bahnhof zur Heerser M\u00fchle<\/p>\n<p>08:40 \u2013 9:00 Uhr: \u00a0\u00a0\u00a0 Ankommen und Fr\u00fchst\u00fcckspause<\/p>\n<p>09:00 &#8211;\u00a0 09.15 Uhr: \u00a0 Vorstellung des heutigen Programms, Aktualisierung des Chill-o-meter, Frage im Plenum: \u201eWas m\u00fcsste passieren, damit mein Smiley am Chill-o-meter heute nach oben wandert?\u201c<\/p>\n<p>09:15 \u2013 09:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Warm-up mit Mikado<\/p>\n<p>09:30 \u2013 10:00 Uhr:\u00a0\u00a0 Arbeit in Dreiergruppen: Collage \u201eMeine Zukunft\u201c <a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>10:00 \u2013 10:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Vorstellung der Ergebnisse aus den Dreiergruppen<\/p>\n<p>10:30 \u2013 10:45 Uhr: \u00a0 kurze Pause<\/p>\n<p>10:45 \u2013 11:30 Uhr: \u00a0 Arbeit in drei gro\u00dfen Gruppen: \u201eDer Fluss der Ausbildung\u201c: Auf dem Boden wird mit Kreppband ein Fluss skizziert, der mal breit\/mal schmal ist. Die Auszubildenden sollen mit Klebezetteln (mind. 4 Zettel pro TN) an entsprechender Stelle markieren: Was macht den Fluss schmal? Was macht den Fluss breit? Was sind Stolpersteine? (z.B. schlechte Pr\u00fcfungen, gutes Praktikum, Angst,\u2026) <a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>11:30 \u2013 11:45 Uhr: \u00a0 Reflexion der Gruppenarbeit im Plenum, Aktualisierung des\u00a0 Chill-o-meter<\/p>\n<p>11:45 \u2013 12:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Begriffskl\u00e4rung \u201eWas sind W\u00fcnsche-was sind Ziele\u201c. SMARTe Zielformulierung. Einzelarbeit: \u201eVom Wunsch zum Ziel\u201c: Jeder erarbeitet anhand der Zukunftscollage f\u00fcr sich 2 bis 3 konkrete Ziele (in 3 Monaten\/ in 1 Jahr)<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a><\/p>\n<p>12:30 \u2013 13:00 Uhr: \u00a0 Mittagspause<\/p>\n<p>13:00 \u2013 13:15 Uhr:\u00a0\u00a0 Warm-up Stuhlkreis<\/p>\n<p>13:15 \u2013 13:45 Uhr:\u00a0\u00a0 Einzelarbeit: \u201eWas (be)hindert mich an der Zielerreichung?\u201c <a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>13:45 \u2013 14:30 Uhr: \u00a0 Arbeit in Vierergruppen: Austausch \u00fcber Hindernisse und L\u00f6sungswege bez\u00fcglich der Zielerreichung<\/p>\n<p>14:30 \u2013 14:45 Uhr:\u00a0\u00a0 Pause<\/p>\n<p>14:45 \u2013 15:15 Uhr: \u00a0 Reflexion der Gruppenarbeit, Aktualisierung des Chill-o-meter, Feedback mit Bilderrahmen<\/p>\n<p>15:30 \u2013 16:30 Uhr:\u00a0\u00a0 Gemeinsame Fahrt zum Herforder Bahnhof<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Beobachtete Ph\u00e4nomene und Ausblick (Fazit)<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Auch wenn die Ausbildungstage an sich auf die pers\u00f6nliche Entwicklung des einzelnen Auszubildenden abzielten so waren dennoch deutlich die im Kapitel 2 beschriebenen gruppendynamischen Ph\u00e4nomene zu beobachten.<\/p>\n<table style=\"width: 610px; height: 1270px;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 342px;\">\n<td style=\"width: 299px; height: 342px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-154 aligncenter\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/foto1-e1502546524565.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"363\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 309px; text-align: left; vertical-align: middle; height: 342px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><em>Das Chill-O-Meter zeigt zu Beginn der Ausbildungstage eine recht gro\u00dfe Heterogenit\u00e4t auf, hier befindet sich die Gruppe nach Tuckman in der Forming- bzw. Stormingphase.Es herrscht noch eine gewisse Unsicherheit bez\u00fcglich der Frage warum bin ich hier, was soll das Ganze.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 464px;\">\n<td style=\"width: 299px; text-align: left; vertical-align: middle; height: 464px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><em>Dieses Foto zeigt den Gruppenzustand in der individuellen Wahrnehmung am zweiten Seminartag. Es herrscht Klarheit \u00fcber den Auftrag, erste Eindr\u00fccke sind entstanden und verarbeitet. Hier ist deutlich zu sehen, dass sich etwas entwickelt hat. Eine Gruppe hat sich zusammengefunden und die Arbeitsphase erreicht.<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 309px; height: 464px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-153 aligncenter\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/foto2-e1502546647259.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"452\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 258px;\">\n<td style=\"width: 299px; height: 258px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-152 aligncenter\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/foto-3-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/td>\n<td style=\"width: 309px; text-align: left; vertical-align: middle; height: 258px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><em>Auch hier ist ersichtlich, dass sich bei den Ausbildungstagen eine intensive Arbeitssituation entwickelt hat.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 216px;\">\n<td style=\"width: 299px; text-align: left; vertical-align: middle; height: 216px;\"><span style=\"font-size: 12pt;\"><em>Hier noch ein Beispiel einer Collage auf der bereits das Foto einer Teilnehmerin vorhanden war damit sie sich leichter mit den Inhalten assoziieren konnte.<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"width: 309px; height: 216px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-151 aligncenter\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/foto-4-e1502546597567.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"206\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Im Seminarverlauf konnte man sehr gut die gruppendynamischen Ph\u00e4nomene beobachten. Allerdings wurde auch deutlich, dass die im Blick auf die Gruppe der Auszubildenden angenommenen sch\u00e4dlichen Wechselwirkungen in der beschriebenen Form nicht konkret wahrnehmbar waren. Es war ersichtlich, dass angemessene Sichtweisen und die Auseinandersetzung mit sich und seinen Zielen an verschiedenen Stellen auch deutliche Impulse f\u00fcr die anderen Seminarteilnehmer setzten.<\/p>\n<p>Im Fazit ist nun festzustellen, dass es eher der Rahmen der Ausbildung also das beschriebene Betreuungssystem ist, der die Begrenzung darstellt.\u00a0 F\u00fcr mich und meine zuk\u00fcnftige Ausbildert\u00e4tigkeit bedeutet das, dass ich viel mehr Raum f\u00fcr Erfahrungen und die eigene Entwicklung anbieten muss. Ich muss einen intensiveren Zugang zu dem einzelnen Auszubildenden suchen um ihm in seiner Lebenswelt begegnen zu k\u00f6nnen. Dann kann ich die Ausbildung so gestalten, dass Erfahrungen die der Auszubildende macht so wirken, dass er sich weiterentwickeln kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><strong>Literaturnachweis<\/strong><\/span><\/h2>\n<ul>\n<li>Baudisch, Winfried, Bojanowski, Arnulf (Hrsg.) (2002): Berufliche Rehabilitation\u00a0mit behinderten und benachteiligten Jugendlichen im Berufsbildungswerk.\u00a0Lit Verlag, M\u00fcnster.<\/li>\n<li>Deutsches Institut f\u00fcr Menschenrechte (2006): Die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen st\u00e4rken. URL: http:\/\/files.institut-fuer-menschenrechte.de\/488\/d47_v1_file_43f08c7ea63b0_DIM%20K+J_Internet%20A4.pdf\u00a0\u00a0 Download vom: 01.05.2006<\/li>\n<li>Girtler, Roland (2009): 10 Gebote der Feldforschung. Lit Verlag, M\u00fcnster, 2.Auflage.<\/li>\n<li>K\u00f6nig, Oliver, Schattenhofer, Karl (2012): Einf\u00fchrung in die Gruppendynamik.<\/li>\n<li>Carl-Auer Verlag, Heidelberg, 6. Auflage.<\/li>\n<li>Pfahl, Lisa (2004). Stigma-Management im Job-Coaching. Berufsorientierungen benachteiligter Jugendlicher (Diplomarbeit). Selbst\u00e4ndige Nachwuchsgruppe Working Paper 1\/2004. Berlin: Max-Planck-Institut f\u00fcr Bildungsforschung.<\/li>\n<li>Rogers, Carl R., Giere, Jaqueline (2012): Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeit: Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Klett-Cotta, Stuttgart, 18. Auflage<\/li>\n<li>Watzlawik, Beavin, Jackson (2011). Menschliche Kommunikation: Formen, St\u00f6rungen, Paradoxien. Huber, Bern, 12. Auflage.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><br \/><span style=\"font-size: inherit;\">Trotz einzelner Begehrlichkeiten die Anfahrt zum Seminarort autonom, beziehungsweise mit dem eigenen Fahrzeug zu leisten, haben wir an dieser Stelle sehr gro\u00dfen Wert darauf gelegt, dass im gesamten Seminarrahmen der Gruppenkontext erhalten bleibt. Die Auszubildenden zeigten in dieser Hinsicht ein sehr gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diesen Ansatz, es gab keine nennenswerten Widerst\u00e4nde. Ein sp\u00fcrbarer und nachvollziehbarer Vorteil dieser Situation war es, das die Gruppe sich schon w\u00e4hrend der Anreise zum Seminarort formieren konnte und es zum Seminarbegin keine beziehungsweise nur wenig Reibungsverluste bez\u00fcglich der gruppendynamischen Aspekte mehr gab.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><strong>[2]<\/strong><\/a> <br \/>Wie im Konzept zu den Ausbildungstagen beschrieben halten sich die Seminarleiter mit Vorgaben soweit wie m\u00f6glich zur\u00fcck, um einer entstehenden Dynamik so viel Raum wie eben m\u00f6glich zu geben. Dies gilt im Bezug auf die Gruppe ebenso wie f\u00fcr den einzelnen. Die hier\u00a0 beschriebene Transparenz soll daf\u00fcr sorgen, dass die Seminarteilnehmer so echt wie m\u00f6glich mit sich selbst und der Gruppe agieren und somit f\u00fcr auch einen guten Rahmen f\u00fcr die Beobachtung durch die Seminarleiter bieten. (vgl. Girtler, 2009, S. 28 ff.)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><strong>[3]<\/strong><\/a> <br \/>Das Chill-O-Meter ist ein Stimmungsbarometer an dem sich die Seminarteilnehmer je nach eigener emotionaler Verfassung beziehungsweise Stimmung auf einer Skala positionieren k\u00f6nnen. Dies soll dazu dienen den Seminarleitern aber auch den Seminarteilnehmern einen allgemeinen \u00dcberblick \u00fcber die individuelle Verfassung zu geben ohne in laufende Interaktionen einzudringen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><strong>[4]<\/strong><\/a> <br \/>Die Verst\u00e4ndigung auf eigene Regeln erscheint hier wesentlich tragf\u00e4higer und sinnvoller als die Vorgabe von Regeln. Im Zusammenhang mit der beschriebenen Gruppendynamik kann sich die Gruppe an dieser Stelle eine eigene Identit\u00e4t geben. Die einzige Regel die von den Seminarleitern vorgegeben wird ist der \u201evertrauliche\u201c Rahmen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><strong>[5]<\/strong><\/a> <br \/>Warm-up Sequenzen in diesem Seminar\u00a0 haben im Bezug auf den konkreten Seminarinhalt keine besondere Funktion. Sie sollen an den verschiedenen Positionen dazu dienen in der Gruppe gezielt eine Dynamik zu erzeugen. Im Blick auf den einzelnen Seminarteilnehmer bedeutet das, dass entweder ein Impuls f\u00fcr das Entstehen einer Aktivit\u00e4t gesetzt wird,\u00a0 oder aber Energie in diesem Warm-up abgeleitet werden kann.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\"><\/a>\u00a0<a href=\"#_ftnref6\"><strong>[6]<\/strong><\/a> <br \/>Hier sollen Dialoge entstehen, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass jeder Auszubildende im Sinne von Wertsch\u00e4tzung einen positiven Impuls f\u00fcr seine weitere Arbeit und innere Auseinandersetzung im Seminar bekommt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><strong>[7]<\/strong><\/a><strong> \u00a0<br \/><\/strong>Das eigene Foto auf dem Arbeitsblatt soll bei dieser \u00dcbung dabei unterst\u00fctzen, dass der Auszubildende sich tats\u00e4chlich mit sich selber und seiner direkten Umwelt assoziiert und nicht in seiner Fantasiewelt agiert.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\"><strong>[8]<\/strong><\/a> <br \/>Hier geht es darum, dass wie in der Konzeption der Ausbildungstage beschrieben, die eigene Wahrnehmung nicht nur sichtbar zu machen, sondern durch die damit erzeugte Transparenz den anderen Seminarteilnehmern Impulse zu geben.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\"><strong>[9]<\/strong><\/a> <br \/>Der Bilderrahmen soll an dieser Stelle dazu dienen die Subjektivit\u00e4t von Feedback zu visualisieren. Feedback soll immer als die pers\u00f6nliche Meinung des Feedback-Gebenden wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0<\/strong> <br \/>Hier soll es denn Teilnehmenden erm\u00f6glicht werden zun\u00e4chst mit ihren Tr\u00e4umen und W\u00fcnschen zu agieren um in den Folge\u00fcbungen diesbez\u00fcglich einen inneren Dialog zu entwickeln.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\"><strong>[11]<\/strong><\/a>\u00a0 <br \/>Bei dieser \u00dcbung sind die Zukunftsw\u00fcnsche noch aktiv. Die Teilnehmenden werden\u00a0 sich mit ihrem bisherigen Ausbildungsverlauf besch\u00e4ftigen und sollen an dieser Stelle m\u00f6gliche Diskrepanzen, Widerspr\u00fcche aber auch Wechselwirkungen bemerken.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\"><strong>[12]<\/strong><\/a> <br \/>Die Begriffskl\u00e4rung und Darstellung SMARTer Zielformulierung soll als Hilfestellung daf\u00fcr dienen die formulierten W\u00fcnsche und am Fluss der Ausbildung festgestellten Wechselwirkungen f\u00fcr sich selber in einen realit\u00e4tsnahen Zusammenhang zu bringen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\"><strong>[13]<\/strong><\/a>\u00a0 <br \/>Der Teilnehmende soll hier die von ihm gesammelten Impulse verarbeiten und sich seiner eigenen Realit\u00e4t stellen. Hier findet ein \u201ein sich kehren\u201c statt um einen Raum f\u00fcr die Verarbeitung des individuell Erlebten zu haben.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gruppenprozesse im Arbeitsalltag des Ausbilders Einleitung Seit\u00a0 etwas mehr als 5 Jahren bin ich bei verschiedenen Bildungstr\u00e4gern mit der Ausbildung im Bereich Farbtechnik betraut. Zu den verschiedenen Ma\u00dfnahmen in denen ich t\u00e4tig bin, geh\u00f6ren die Berufsausbildung in au\u00dferbetrieblichen Einrichtungen (BaE),\u00a0 die berufsvorbereitende Bildungsma\u00dfnahme (BvB) und zu guter Letzt auch die integrative Reha-Ausbildung. 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